Pflege

Verjüngungsschnitt

 

Man versteht darunter ein kräftiges Zurückschneiden ins alte Holz. Diese Gewaltkur einer Verjüngung ist nicht erforderlich, wenn der Erhaltungsschnitt regelmäßig durchgeführt wird. Sträucher treiben im allgemeinen wieder gut aus und erreichen schnell wieder ihre gewünschte Form. Nicht alle Sträucher vertragen den völligen Rückschnitt. Vorsicht ist geboten bei Goldregen, Zierapfel, Ginster, etc. Man sollte hier - und immer, wenn man sich nicht ganz sicher ist - die Verjüngung auf mehrere Jahre verteilen.
Von den Nadelgehölzen kann man nur die Eibe so stark zurückschneiden, dass man von einer Verjüngung sprechen kann.

 

 

Heckenschnitt

 

Neu gepflanzte Heckenpflanzen müssen auf jeden Fall zurückgeschnitten werden, damit sie sich von unten an gut verzweigen. Will man später eine immer sauber aussehende "mauerartige" Hecke, muß mindestens zweimal jährlich geschnitten werden. Es ist zweckmäßig, die Hecke nicht ganz senkrecht zu schneiden, sondern leicht schräg nach innen geneigt. Bei Nadelgehölzen (außer Eibe) darf nur im grünen Holz geschnitten werden. Schneidet man in mehrjähriges Holz, treiben sie nicht mehr aus.

 

 

Zeitpunkt des Schneidens

 

a) Winterschnitt (Vegetationsruhe)
Der Winterschnitt erfolgt von Oktober bis Ende März. Geschnitten werden sollte
bei einer Temperatur über +5 Celsius
= es folgt ein starkes Längenwachstum (vegetatives Wachstum)

 

b) Frühsommerschnitt
Der Frühsommerschnitt erfolgt von Ende Mai bis Anfang Juli.
= es folgt ein schwächeres Längenwachstum. Mehr Nebentriebe werden gebildet
(auf den Nebentrieben sitzen die Blütenknospen)


 

Art des Schneidens

 

Beim Schneiden sollte man immer darauf achten, dass das Auge nach außen schaut.

 

Langer Schnitt:
Beim langen Schnitt wird wenig weggeschnitten und die Triebe bleiben länger
=es folgt ein schwächeres Längenwachstum. Mehr Nebentriebe werden gebildet
Kurzer Schnitt:
Beim kurzen Schnitt wird stark zurückgeschnitten
= es folgt ein starkes Längenwachstum (vegetatives Wachstum)